Michael in Peru

Neues von meinem Aufenthalt im Hogar Clinica San Juan de Dios in Cusco

Camino Inka – Auf dem Weg nach Machu Picchu

Geschrieben von ippisch - August 3, 2007

Vergangenes Wochenende habe ich mit dem “Camino Inka” (Inkaweg) nochmals einen touristischen Höhepunkt erlebt. Die Inkas haben ein befestigtes Wegenetz in den Anden angelegt, das heute teilweise wieder freigelegt und benutzbar ist.
Der bekannteste Teil – den auch ich gewandert bin – führt nach Machu Picchu. Eine eindeutige Alternative zur Anreise mit dem Zug, allerdings auch deutlich anstrengender. Insgesamt waren wir vier Tage unterwegs und haben dabei einige Steigungen überwunden, bei ca. 5° Celsius gezeltet und der dünnen Höhenluft getrotzt. Für mich war es die Strapazen auf jeden Fall wert.

Am ersten Tag ging es zunächst gemütlich im Tal des Urubamba entlang.

Am Wegesrand gab es viele Inkaruinen zu besichtigen, die man auch nur zu Fuss erreichen kann.

Nach dem Fussmarsch ging es ziemlich bald in den Schlafsack, da es schnell dunkel und kühl wurde und wir immer früh aufstanden (2. Tag: 5 Uhr, 3. Tag: 5.30 Uhr, 4. Tag: 4 Uhr)

Die größte Leistung vollbrachten aber unsere “Portadores”. Sie kochten für uns, bauten das Lager auf und ab und trugen die ganze Ausrüstung; jeder 25 Kilo.

Am 2. Tag haben wir mit 4215 m den höchsten Pass der Strecke erreicht. Es sollten aber noch weitere Steigungen kommen.

Immer wieder luden atemberaubende Aussichten ein zu verweilen und zu schauen.

Am dritten Tag wandelte sich die Natur vom kargen Hochland in eine subtropische Landschaft.

Und so schlängelte sich der fast durchwegs befestigte Weg bis nach Machu Picchu…

…das wir am vierten Tag im Morgengrauen erreichten. Hier unser erster Blick vom Sonnentor aus auf das Weltwunder.
Weitere Bilder von Machu Picchu habe ich bereits früher mal veröffentlicht.

Veröffentlicht in Uncategorized | 1 Kommentar »

Feria de Huancaro – Volksfest auf peruanisch

Geschrieben von ippisch - Juli 13, 2007

Gemeinsam mit dem Stadtfest von Cusco (also bereits Ende Juni) fand auch eine Feria im Ortsteil Huancaro statt.
Das ist ähnlich einem Volksfest. Die Unterschiede seht ihr auf den Fotos.

Wie es sich für ein gescheites Fest gehört gab es natürlich auch Essensstände, Bierausschank und Fahrgeschäfte. Eingestiegen wäre ich den Schrott sicher nicht. Und auch das Bier war das greisliche Brahma aus Brasilien.

Und auch einen Viehmarkt mit Prämierungen gab es. Dieses Lama ist offensichtlich sehr erfolgreich und der ganze Stolz seiner Besitzerin.

Und jetzt zu den Besonderheiten einer peruanischen Feria, z.B. dem Stierkampf. Aber keine Angst, die Stiere dürfen nicht getötet werden.

Schlechter ergeht es den Hähnen. Einer verlässt den Kampf nicht lebend. Zumal sie mit Klingen an den Füßen bewaffnet werden.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

Die Ruine hat noch gefehlt: Ollantaytambo

Geschrieben von ippisch - Juli 13, 2007

Obwohl ich schon einige Male im “Valle Sagrado” (heiliges Tal) war, wo es vor Ruinen der Inka nur so wimmelt, fehlten mir immer noch zwei bedeutende: Chinchero und Ollantaytambo. Letztere habe ich mit Matthias besucht.
Also der Vollständigkeit halber: das ist Ollantaytambo, der Sommersitz der Inkas.

Auf den Terrassen betrieben die Inkas Ackerbau. Die Menschen stehen deswegen so geordnet, weil sie ein Theaterstück einüben.

Die Mauern der Festung sind unglaublich genau gearbeitet.

Die Wasserversorgung der Bäder der jungen Frauen (u.a. der Inkaprinzessin) zeugen von großem Ingenieurwissen.

Gegenüber der Ruine ist – mit etwas Fantasie – das Gesicht eines alten Mannes zu erkennen. Er hatte im Glauben der Inkas eine wichtige Bedeutung.
Er war Mittler zwischen den Menschen und den Göttern. Und er war hellhäutig und hatte einen Bart, also sehr europäisch. Er ging zum Meer und wollte von dort auch wieder eines Tages zurückkommen.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

Eindrücke vom Weltwunder

Geschrieben von ippisch - Juli 11, 2007

Es war ja auch in Deutschland in allen Zeitungen zu lesen. Machu Picchu hat es unter die sieben neuen Weltwunder geschafft. Was mich auch nicht wundert bei der Werbekampagne, die hier gefahren wurde. An allen Ecken und Enden wurde man aufgefordert, für Machu Picchu zu stimmen. Und laut den Berichten von denen, die schon dort waren, hat es diese Auszeichnung auch verdient.
Ich selbst habe meine Wanderung auf dem “Camino Inka” dorthin noch vor mir. So kann ich jetzt sagen, dass ich ein Weltwunder besuche. Gut, dass ich schon gebucht habe, weil die Eintrittspreise werden sicherlich auch wunderlich werden. Billig ist es jetzt schon nicht.
Auch wenn ich selbst noch nicht dort war kann ich euch ein paar Eindrücke von Matthias´ Fotos liefern.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

Bin kurz weg

Geschrieben von ippisch - Juni 27, 2007

Ich mache mich jetzt dann auf – bestückt mit neuer Kamera – ein wenig vom Land zu erkunden. Deshalb werde ich die nächsten Tage nicht die Zeit und Möglichkeit haben neue Beiträge zu schreiben. Aber ich komme am 9. Juli bestimmt mit vielen Eindrücken und Fotos – also falls die Kamera mit mir zurückkommt - nach Cusco und werde euch sicherlich daran teilhaben lassen.

Veröffentlicht in Uncategorized | 1 Kommentar »

Für meine Kollegen von der Caritas

Geschrieben von ippisch - Juni 27, 2007

Vor ein paar Tagen hat das erste Mal seit langem wieder jemand einen Kommentar geschrieben; nämlich meine Kollegen von der Caritas in Cham. Vielen Dank! Anlaß genug, um zu zeigen, dass die Caritas auch in Südamerka vertreten ist.

In Cusco ist ihr Haus ziemlich klein. Ich habe auch keine Ahnung was sie dort machen. Ich komme nur dran vorbei, wenn ich in den Supermarkt muss.

Dafür setzen sie sich in Peru für die Rechte von Kindern mit Behinderung ein. Dieses Plakat hängt zusammen mit anderen im regionalen Krankenhaus von Cusco.

Und auch in Bolivien gibt es die Caritas. Das Bild zeigt die Vertretung in La Paz. Man beachte die Che-Guevara-Fotos im Fenster links unten.

Und damit viele Grüße an alle Caritasmitarbeiter in Cham.
Hier geht es übrigens zur neuen Homepage des Chamer Caritasverbands.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

Fiestas del Cusco und Inti Raymi

Geschrieben von ippisch - Juni 26, 2007

Am vergangenen Wochenende waren die “Fiestas del Cusco”. Die Stadt war voller Leute, v.a. auch Ausländer. Unter ihnen Bill Gates, Alan Brodie und Cameron Diaz, die sich den Höhepunkt des Festes, das Inti Raymi –  die nachgespielte Inkazeremonie zur Sonnwende – bzw. die Entsprechung in Machu Picchu nicht entgehen lassen. Und das Schauspiel am Sonntag war wirklich beeindruckend. Das Stadtfest begann aber schon am Freitag Abend mit einem Konzert am Plaza de Armas und einem Feuerwerk. Am Samstag folgte dann eine Parade von ca. 300 Gruppen, u.a. unsere Klinik San Juan de Dios, die vom späten Vormittag bis tief in die Nacht dauerte (Wir sind um viertel nach eins nachts heim, da haben noch immer mehr als ein Viertel der Gruppen gefehlt).

Unsere Klinik war mit der Nummer 18 eigentlich ziemlich früh dran. Wir haben aber trotzdem drei Stunden gewartet, um dann für nur 15 Minuten um den halben Platz zu marschieren. Hier unser Transparent, in der Mitte gehalten von unserem Direktor Padre Felix. Es war vielleicht sein letzter Arbeitstag hier, denn am nächsten Tag ist er zum Provinzkapitel nach Lima, wo die Aufgaben verteilt werden.

Einige Kolleginnen und Kollegen haben es geschafft eine Tanzgruppe im wahrsten Sinne auf die Beine zu stellen.

Und ich war auch mit dabei, mit Chaleco (Weste) und Sombrero (Hut) mit Cita (Hutband) in den Farben Cuscos. Und übrigens auch tanzend, weil das dazu gehört. Die Gruppen, die nur marschierten, wurden sogar von den Zuschauern angepöbelt.

Am Sonntag morgens begann dann das Inti Raymi. Und zwar nach dem die Sonne sichtbar war. Da es heuer bewölkt war (ungewöhnlich für die Trockenzeit) etwas später als normal. Nachdem der Inka am ehemaligen Inkatempel Koricanchi die Sonne begrüßt hat ging es weiter zum Plaza de Armas (Foto).

Nachmittags erreichte die Gruppe dann die Kultstätte Sacsayhuaman, wo sie ein farbenfrohes und beeindruckendes Schauspiel aufführten. Der Inka (also der Herrscher) wurde stilecht in einer Sänfte getragen. Der Darsteller ist übrigens nachweislich ein Nachfahre der Inka.

Die Zeremonie hatte eine ausgefeilte Choreographie und stellte Kulthandlungen der Inka dar, für die diese Wintersonnenwende (wir haben auf der Südhalbkugel ja gerade Winter) den Jahresbeginn darstellte. Unter anderem wurde die Opferung eines Lamas nachgestellt.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

Dschungelerlebnisse am Tambopata

Geschrieben von ippisch - Juni 21, 2007

Diese Tage fange ich an, ein wenig etwas vom Land kennen zu lernen. Was gar nicht so einfach ist. Peru ist nämlich das drittgrößte Land Südamerikas und hat sehr viel zu bieten. Z.B. den Dschungel, der hier angeblich einen besonders großen Artenreichtum aufweist. Leider haben wir bei weiten nicht alles gesehen, was dort lebt.  Aber das ist halt die Natur und nicht ein Zoo. Unsere Lodge befand sich nicht direkt im Naturreservat, sondern in der Pufferzone,  in der eine begrenzte Bewirtschaftung des Waldes zulässig ist. Touren direkt in das Herz des Urwalds sind aber unbezahlbar.  Weil die Entfernungen groß und die Straßen schlecht sind, haben wir uns mit dem Flugzeug nach Puerto Maldonado gemacht,  von wo aus wir weiter in den Dschungel sind.

Die Sonne geht unter über dem Rio Tambopata. Über diesen Fluß haben wir unsere Lodge erreicht.

Die Lodge war für den Dschungel richtig luxuriös eingerichtet. Das ist die Lobby und es geht halt nichts über ein Nickerchen in der Hängematte.

Und jetzt zum Tierleben im Dschungel. Hier z.B. eine Tarantel. War fast handgroß (wenn man von meinen Angestelltenhändchen ausgeht).

Oder aber einen Kaiman, auch ganz harmlos. Die Anaconda, die wir eigentlich im Schilf vermutet hatten, haben wir gottseidank nicht gefunden.

Leider sind die Papageien und Macaus nicht zum “Pollpa” gekommen. Dort lecken sie am morgen normalerweise Mineralien. Ein paar sind aber an uns vorbei geflogen.

Die Anna hat uns auch Piranhas geangelt.

Und hier ein Eindruck, wie groß die Bäume teilweise sind. Dieser “Eisenholzbaum” wurde gefällt. Das gute Tropenholz wird am Markt von Puerto Maldonado zu Spottpreisen verkauft (ca. 200 Soles für einen Stamm von 15m)

Weil in unserer Gruppe insgesamt drei angehende bzw. fertige Ärzte waren haben wir auch den “Puesto de Salud” (eine Krankenschwester leistet dort erste medizinische Versorgung) im Dschungel besucht. So sieht ein Medizinschrank dort aus.

Nach drei Nächten in der Lodge ging es wieder nach Hause. Aber nicht ohne dass ich mich von meinem neuen Freund Pepe verabschiedet habe. Er ist natürlich ein Haustier. Wildlebende Affen haben wir leider nicht gesehen, aber gehört. Insgesamt war die Geräuschkulisse abends und morgens schon beeindruckend.

Veröffentlicht in Uncategorized | 2 Kommentare »

Corpus Christi – Fronleichnam in Cusco

Geschrieben von ippisch - Juni 15, 2007

Im katholischen Peru gibt es natürlich Fronleichnam, das hier “Corpus Christi” heißt. Allerdings ist es nicht in allen Orten ein arbeitsfreier Feiertag. In Cusco schon und wird hier auch groß gefeiert: mit einem großen Gottesdienst und gleich zwei Prozessionen.
Zunächst mit dem Allerheiligsten und anschließend machen 14 Stadtteilheilige – die eigens von den einzelnen Kirchen ins Zentrum geholt wurden - ihre Runde.

Zu Beginn zogen eine Unmenge von Priestern zum Altar. Darunter auch unser Direktor Padre Felix.

Eine ganze Reihe von Kollegen besuchte gemeinsam den Gottesdienst am Plaza de Armas.
Sitzend: Lenis, Cerafina, Pati, Anna (aus Österreich), Larissa (aus den USA) und ich. Dahinter: Lilian und Gian Carlo.

Und auch die vierzehn Stadtteilheiligen versammelten sich quasi um den Altar.

Auf diesem Wagen wurde das Allerheiligste während der Prozession transportiert.

Anschließend fand eine Prozession der Heiligen statt. Dazwischen machten sich Kinder den Spaß ihre eigenen “Heiligen” auf Tischen zu tragen.

Und auch traditionellen Tanzgruppen begleiteten die Heiligenfiguren.

Die Prozession der Heiligenfiguren dauerte bis tief in den Nachmittag, war aber bei den Cusqueños sichtbar beliebter als die eigentliche Fronleichnamsprozession.

Das ist das traditionelle Gericht zu Fronleichnam: Ciriucho. Eine Kombination aus verschiedenen Speisen: Schwein, einer Wurst, Hühnchen, eine Art Omelett, gerösteten Maiskörnern und jetzt kommt es: Algen, Fischeiern und klar Meerschweinchen.
Ich mag ja Meerschweinchen. Was ich aber auch nicht verstanden habe, dass die Peruaner sich unbedingt den Kopf bestellen mussten, das Hirn gegessen haben und in den Ohren nach Schmalz gesucht haben, weil das Glück bringt.

Weil es ein so herrlicher sonniger Tag war haben wir uns noch in den Rasen vor Coricancha – dem grünsten Fleckchen der Innenstadt – gesetzt und ein Eis gegessen.
Auf dem Foto ist auch noch die Französin Elsa, die auf dem Foto vom Plaza fehlt.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

Für Herrn Frees: Peruanische Krippenfiguren

Geschrieben von ippisch - Juni 15, 2007

Nachdem ich auf den traditionellen Märkten zunächst vergeblich gesucht habe, hat mir neulich eine Freundin von einem Geschäft in Cusco erzählt, das typisch peruanische Krippenfiguren verkauft.

Hier die fertige Version, die typischen kleinen “Bethlehemhäuschen”.

Ich denke sie suchen jedoch nach größeren und einzelnen Figuren.

Leider kenne ich weder die genaue Größe (würde sie aber auf etwas über 20 cm schätzen) noch den Preis (sicher deutlich weniger als in Deutschland),  weil ich nicht selbst in dem Geschäft war. Die Fotos sind von der Freundin.
Bitte geben Sie mir bis Ende Juni Bescheid, weil ich selbst die Figuren wegen der Gewichtsbeschränkung des Fluggepäcks nicht mitnehmen kann. Ich muss ja meine Sachen von einem halben Jahr zurück bringen. Ich bekomme aber Besuch aus Cham, dem ich die Figuren mitgeben könnte.

Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.